AGB
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für alle Angebote, Auftragsbestätigungen, Verträge, Leistungen und Lieferungen von Fotografie Michael Siefert (nachfolgend "Auftragnehmer") gegenüber Verbrauchern (nachfolgend "Auftraggeber").
1.2 Auftraggeber im Sinne dieser AGB sind Privatkunden. Auftraggeber ist jede voll geschäftsfähige natürliche Person, die zu Zwecken handelt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
1.3 In den mit den Auftraggebern geschlossenen Verträgen können über diese AGB hinaus individuelle Regelungen sowie Vereinbarungen enthalten sein. Individuell ausgehandelte Klauseln im Vertrag haben Vorrang vor diesen AGB, selbst dann, wenn beide Rechtsgrundlagen etwas Unterschiedliches regeln oder im Widerspruch zueinander stehen. Alle sonstigen Bestimmungen der AGB bleiben bestehen, sofern sie nicht ebenfalls in Widerspruch zur entsprechenden Regelung des Vertrages stehen.
1.4 Abweichende Bedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn diese im jeweils geschlossenen Vertrag oder auf andere Art und Weise in Textform ausdrücklich bestätigt werden, zum Beispiel per E-Mail.
2. Vertragsabschluss
2.1 Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind. In der Regel wird ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen, der für beide Vertragsparteien Transparenz und Verbindlichkeit schafft.
2.2 Terminvereinbarungen per Telefon oder Textform dienen in der Regel der Reservierung eines Zeitfensters beim Auftragnehmer.
2.3 Bei Studioleistungen kommt der Vertrag grundsätzlich erst in den Geschäftsräumen des Auftragnehmers zustande, spätestens jedoch mit Beginn der Leistungserbringung vor Ort, sofern nicht ausdrücklich vorher in Textform etwas anderes vereinbart wurde. Preis und Leistungsumfang werden bei Studioleistungen grundsätzlich vor Ort final festgelegt, sofern nicht vorher in Textform etwas anderes vereinbart wurde.
2.4 Bei Aufträgen, die im Fernabsatz geschlossen werden (zum Beispiel per E-Mail, Online-Formular), kommt der Vertrag zustande, wenn der Auftrag durch den Auftragnehmer in Textform bestätigt wird oder wenn der Auftragnehmer mit der Leistung beginnt und der Auftraggeber dies veranlasst hat.
2.5 Maßgeblich für den Leistungs- und Lieferumfang sowie für den Preis sind Briefing, Angebot, Auftragsbestätigung, der jeweils geschlossene Vertrag und diese AGB.
2.6 Der Auftraggeber teilt dem Auftragnehmer rechtzeitig alle Informationen mit, die für die Preiskalkulation und die Durchführung wichtig sind (zum Beispiel besondere Wünsche und Anforderungen, gewünschte Nutzung, zeitlicher Ablauf, Ort, Uhrzeiten, Stilwünsche, etc.).
3. Preise, Nebenkosten, Zahlung, Stornierung
3.1 Es gelten die im jeweiligen Vertrag vereinbarten Preise inkl. evtl. Nebenkosten.
3.2 Evtl. fällige Anzahlungen werden explizit im jeweiligen Vertrag ausgewiesen und hierfür durch den Auftragnehmer eine Rechnung erstellt.
3.3 Alle Rechnungen des Auftragnehmers sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 10 Kalendertagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug fällig.
3.4 Bei Zahlungsverzug können durch den Auftragnehmer Verzugszinsen in gesetzlich zulässiger Höhe erhoben werden.
3.5 Storniert der Auftraggeber einen verbindlich bestätigten Vertrag, darf der Auftragnehmer eine angemessene Ausfallpauschale verlangen. Einzelheiten hierzu sind im jeweiligen Vertrag geregelt.
4. Leistung, Bildauswahl, Korrekturen, Lieferung
4.1 Stil und Bildwirkung ergeben sich aus dem Portfolio des Auftragnehmers und dem vereinbarten Briefing. Retusche und Bildlook erfolgen im vereinbarten Umfang.
4.2 Nicht vereinbarte Zusatzwünsche (zum Beispiel aufwendige Beauty-Retusche) sind kostenpflichtig.
4.3 Digitale Bilddaten werden dem Auftraggeber nach Abschluss der Nachbearbeitung durch den Auftragnehmer im JPEG-Format in höchster Auflösung auf einem Speichermedium (zum Beispiel USB-Stick) geliefert. Die Menge der gelieferten Daten liegt im Ermessen des Auftragnehmers.
4.4 Auf Anfrage werden dem Auftraggeber sämtliche Bilder zur Verfügung gestellt. Auch eine Herausgabe von Originaldateien (RAW-Dateien) erfolgt nur bei einer entsprechenden schriftlichen Vereinbarung und vorbehaltlich der evtl. hierfür erforderlichen Vergütungsregelung.
4.5 Sämtliche angefertigte Bildwerke unterliegen stets dem künstlerischen Gestaltungsspielraum des Auftragnehmers. Den Auftraggebern ist der Stil des Auftragnehmers bekannt und sie verzichten ausdrücklich auf Reklamationen hinsichtlich des vom Auftraggeber ausgeübten künstlerischen Gestaltungsspielraums sowie der verwendeten optischen und technischen Mittel. Nachträgliche Änderungswünsche bedürfen einer eigenen Vereinbarung und Beauftragung inkl. der evtl. hierfür erforderlichen Vergütung.
4.6 Alle Bildwerke werden durch den Auftragnehmer grundlegend auf Farbe, Kontrast, Helligkeit, Schärfe und Bildausschnitt optimiert.
4.7 Die Archivierung von Bilddaten für den Auftraggeber ist nicht Bestandteil des Auftrags.
4.8 Lieferzeiten sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich schriftlich als verbindlich zugesagt wurden.
5. Prüfung und Mängel
5.1 Der Auftraggeber prüft die gelieferten Dateien zeitnah nach deren Zugang.
5.2 Offensichtliche Mängel sind innerhalb von 7 Kalendertagen nach Lieferung in Textform an den Auftragnehmer zu melden.
5.3 Gesetzliche Rechte bei Mängeln bleiben unberührt.
6. Termine, Mitwirkung, Verspätung
6.1 Der Auftraggeber sorgt dafür, dass zum Termin alle erforderlichen Personen rechtzeitig vor Ort sind und notwendige Zugänge und Freigaben vorliegen.
6.2 Verspätet sich der Auftraggeber oder erscheinen Mitwirkende nicht rechtzeitig, kann sich die verfügbare Zeit für das Shooting verkürzen. Ein Anspruch auf Verlängerung des Shootings besteht nicht.
6.3 Wartezeiten und Verlängerungen werden nach Aufwand berechnet, sofern der Auftragnehmer die Ursache nicht zu vertreten hat und der zusätzliche Aufwand für den Auftraggeber erkennbar ist.
6.4 Der Auftragnehmer darf bei nicht termingebundenen Aufträgen einen Termin verschieben, wenn höhere Gewalt oder unvorhersehbare, nicht vom Auftragnehmer zu vertretende Umstände die Durchführung verhindern. In diesem Fall informiert der Auftragnehmer den Auftraggeber unverzüglich und bietet einen Ersatztermin an.
6.5 Ist es dem Auftragnehmer aufgrund höherer Gewalt (zum Beispiel Unfall, attestierte Krankheit des Auftragnehmers o. ä.) bei termingebundenen Aufträgen (zum Beispiel Hochzeitsfotografie) nicht möglich, den Auftrag auszuführen oder die Bilder innerhalb von 5 Wochen zu liefern, verzichtet der Auftraggeber auf Schadenersatzforderungen bzw. die Abwälzung etwaiger Mehrkosten auf den Auftragnehmer. Dieser bemüht sich jedoch dringend, einen gleichwertigen Ersatzfotografen zu stellen. In diesem Falle sind auch die Anzahlung des Auftraggebers und etwaige weitere Zahlungen des Auftraggebers vom Auftragnehmer an den Auftraggeber zurückzuerstatten.
7. Stornierung, Ausfall, Verschiebung durch den Auftraggeber
7.1 Die Stornobedingungen sind im jeweiligen Vertrag enthalten.
8. Urheberrecht, Nutzungsrechte
8.1 Das alleinige Urheberrecht liegt beim Auftragnehmer.
8.2 Der Auftraggeber erklärt sich damit einverstanden, dass der Auftragnehmer die entstandenen Bilder bis auf Widerruf für seine Eigenwerbung und für Referenzzwecke verwenden darf. Dies umfasst zum Beispiel die Veröffentlichung auf der Webseite und auf den Social Media-Seiten des Auftragnehmers, aber auch die Publikation in Fotocommunitys, in Fachmagazinen, in Flyern, in Anzeigen und auf Messe-Aufstellern.
8.3 Der Auftraggeber hat die Pflicht, alle anwesenden Gäste über die Möglichkeit einer Veröffentlichung zu unterrichten und deren Einverständnis einzuholen. Ersatzansprüche Dritter, die auf Verletzung dieser Pflicht beruhen, trägt der Auftraggeber. Dem Auftraggeber obliegt ferner die Verpflichtung, rechtzeitig die Genehmigung für Fotoaufnahmen vom Veranstaltungsort, der Kirche oder sonstigen Locations im Kontext mit der Veranstaltung einzuholen.
8.4 Der Auftraggeber darf die Fotos ohne zeitliche Beschränkung in unveränderter Form für private, nicht-kommerzielle Zwecke verwenden. Das gilt auch für die private Weitergabe an Dritte für deren nicht-kommerzielle Zwecke. Dazu zählen zum Beispiel das Ausdrucken, das Erstellen von Alben und Fotogeschenken, die Veröffentlichung auf privaten Webseiten des Auftraggebers und in seinen Onlineprofilen. Für eine gewerbliche Nutzung benötigt der Auftraggeber vom Auftragnehmer ein erweitertes, kostenpflichtiges Nutzungsrecht.
8.5 Bei Veröffentlichungen hat der Auftraggeber im oder am Bild, mindestens aber in ausreichender Verbindung zum veröffentlichten Bild, einen lesbaren Urhebervermerk anzubringen (Beispiel: „Foto: Fotografie Michael Siefert“), bei Online-Medien mit entsprechender Verlinkung zur Webseite des Auftragnehmers. Darüber hinaus ist eine Weitergabe der Bilder, insbesondere deren Verkauf, ausgeschlossen.
8.6 Jegliche Verwendung der erstellten Bilder durch den Auftragnehmer kann zu einmalig 100 Euro inkl. gesetzlicher MwSt. ausgeschlossen werden.
9. Haftung
9.1 Der Auftragnehmer haftet uneingeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
9.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf (wesentliche Vertragspflicht / Kardinalpflicht), ist die Haftung des Auftragnehmers der Höhe nach begrenzt auf den Schaden, der nach der Art des fraglichen Geschäfts vorhersehbar und vertragstypisch ist. Eine weitergehende Haftung des Auftragnehmers bei leichter Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.
9.3 Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
9.4 Bei Datenverlust oder technischen Defekten haftet der Auftragnehmer - außer bei grober Fahrlässigkeit - maximal in Höhe der vereinbarten Vergütung.
10. Datenschutz und Archivierung
10.1 Informationen zum Datenschutz stehen in der separaten Datenschutzerklärung auf der Website des Auftragnehmers.
11. Widerruf
11.1 Ein Widerrufsrecht besteht nur, wenn der Auftraggeber den Vertrag im Fernabsatz oder außerhalb unserer Geschäftsräume abschließt und die gesetzlichen Voraussetzungen dafür vorliegen.
11.2 Bei Studioleistungen, die der Auftraggeber in unseren Geschäftsräumen beauftragt und die dort erbracht werden, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.
11.3 Wenn im Einzelfall ein Widerrufsrecht besteht, erhält der Auftraggeber eine Widerrufsbelehrung in Textform.
11.4 Verlangt der Auftraggeber ausdrücklich, dass der Auftragnehmer vor Ablauf einer bestehenden Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt, wird diese Zustimmung in Textform festgehalten. Bei vollständiger Leistungserbringung kann das Widerrufsrecht erlöschen.
12. Salvatorische Klausel
12.1 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit der AGB im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen, die mit der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung verfolgt wurde. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend für den Fall, dass sich die AGB als lückenhaft erweisen.
13. Schlussbestimmungen
13.1 Es gilt deutsches Recht.
13.2 Für Auftraggeber im Sinne dieser AGB gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.